• wohlstandsneurotiker

    From Russia with Laugh

    Den 9. Mai 2022 verbrachten wir in Moskau. Der „Tag des Sieges“, der in Deutschland am 8. Mai begangen wird, hat in Russland eine enorme Bedeutung. Doch wir sollten noch viel mehr sehen als die rund eine Million Menschen, die mit den Bildern der Verstorbenen des Zweiten Weltkriegs schweigend, rufend und singend durch Moskau laufen.

    Gemeinsam mit Mathias Bröckers und Thomas Stimmel sahen wir das Museum des Tages des Sieges, wir sprachen mit ukrainischen Flüchtlingen, machten einen Abstecher zu den „Nachtwölfen“, hielten Reden in einer Universität und wurden in einem Fernsehstudio interviewt.

    Wir sprachen mit vielen Menschen, gewannen unzählige Eindrücke und können am Ende sagen: Wir haben ein bisschen von der russischen Seele kennengelernt.
    Ein Gefühl, das sich tief und berührend in uns eingebrannt hat.

    Inhalt:

    00:15 Einführung
    02:00 Eindrücke aus Russland
    16:00 Kulturelle Verbote: „Warum macht Ihr das bloß?“
    22:30 Das westliche Niveau eines Marvel-Comics
    27:00 Vom Killer-Virus zum Killer-Russen
    33:00 Was über Kriege (nicht mehr) gesagt werden darf
    37:00 Weichgekochte Gehirne
    39:30 Kriegsziel: Regime Change
    48:00 Aussichten für die Ukraine
    50:00 Selenkys Träume
    51:00 Geschichte wird gemacht (wie es gerade passt)
    55:00 Positives
    01:00:05 Danksagung!
    01.02.00 Videosequenzen aus Russland

    Andrij Melnik: Der Teufel trägt Brille

    Bei Anne Will beging Harald Welzer eine Todsünde: Er brachte die Idee der Diplomatie ins Spiel. Doch die ist faktisch abgeschafft, und so war es der Anti-Diplomat Melnyk, der ein paar Sachen klarstellte.

    Doch im Gegensatz zu wehleidigen Politikern war Welzer nicht bereit, sich die Unverschämtheiten Meknyks gefallen zu lassen.

    Über Angriffs-, Informations- und Kopfkriege

    Die Erzählungen über den Ukraine-Konflikt und die Rolle Russlands werden immer abstruser. Und immer gefährlicher. Mittlerweile wird die Geschichte verbogen, dass sich die Balken neu formen.

    Wir erfahren etwa, dass es die Ukraine war, die Deutschland vom Nationalsozialismus befreit hat, lernen aber auch, dass der ukrainische Botschafter inzwischen aus historischen Gründen der Meinung ist, Deutschland müsse aktiv in den Ukraine-Krieg eingreifen.

    Zu Butscha liegen nach wie vor keine Beweise vor, und wer ein bisschen in der Zeit zurückspringt, kann dabei zuhören, dass die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg die Ukraine und sogar Deutschland einnehmen wollte.

    Aus diesen Gründen haben wir uns ein wenig Zeit genommen, um das eine oder andere einzuordnen und auf historische Fakten hinzuweisen, die scheinbar nach und nach ausgelöscht werden sollen.

    Das Gespräch führten Gert Ewen-Ungar und Tom J. Wellbrock. Wir beginnen mit einem O-Ton von Peter Scholl-Latour aus dem Jahre 2006.

    Inhalt:

    00:01 Peter Scholl-Latour (2006)
    00:18 Aufnahme läuft
    00:50 Vorspiel mit einer Reise nach Russland
    09:00 Deutscher Journalismus in der Todesstarre
    13:30 Markus Lanz, der Pawlowsche Hund („Aleppo!“)
    15:30 Geschaffene Tatsachen
    19:30 Die russische Jugend und der Westen
    23:30 Angriffskrieg?
    35:00 Russlands Angriff auf die Volksrepubliken?
    39:00 Was will Putin?
    42:00 Wie absurd können die Narrative noch werden?
    50:00 Die Ukraine und die westlichen Werte
    54:30 Das Luder im Hintergrund
    55:30 Die Russen, die Deutschen und der Krieg (eine andere Erinnerungskultur)
    01:03:00 Das Ende des Nationalsozialismus: Deutschen und Russen gedenken zusammen …
    01:05:00 … oder: der Hass
    01:09:00 Als die Sowjets die Ukraine und Deutschland überfielen
    01:12:30 Die ganze Welt gegen Russland?
    01:13:30 Die Ukraine, das gemolkene tote Pferd
    01.16:30 Melnyk
    01:20:00 Selenskyi
    01:27:00 Frage an die Hörer… innen

    Putins Rede vom 9. Mai 2022 auf Deutsch

    Es ist nicht leicht, die Rede von Putin in vollständiger Länge zu finden. In den deutschen Medien tauchen meist nur Ausschnitte auf, die von Journalisten „richtig eingeordnet“ werden.

    Wir stellen die Rede daher mit deutscher Synchronisation hier zur Verfügung.
    Auf eine Einordnung oder Interpretation verzichten wir.

    Mögen die Zuschauer sich ein eigenes Bild von der Rede machen.

    Warum nicht mal Le Pen?

    Clickbaiting, wie es im Lehrbuch steht, oder? Die Frage, ob es nicht eine gute Idee wäre, mal Le Pen ranzulassen statt Macron, ist schon ziemlich unverschämt, zumal für so linke Socken wie uns.

    Die nächste Frage lautet: Meinen wir das ernst? Und wer ist dieser „weltliebste Präsident“? Was hat das alles mit Tierpanzern zu tun und warum ist der Gang zur Wahlurne ein intellektueller Suizid?

    Wenn Ihr es wissen wollt, hört den Podcast.
    Er ist schockierend!
    Nein, nein, stimmt gar nicht.

    Inhalt:

    00:20 Wie es geht?
    04.00 Anti-Liebeslied auf unsere Politiker und die Medien
    06:00 Waffen für die Ukraine im Krieg gegen den Donbas
    08:30 Napoleon, der Putinversteher
    09:00 Slawischer Imperialismus
    10:00 Kriegstreiber
    11:00 Warum nicht mal Le Pen? (I)
    14:30 Wer weltliebste Präsident
    15:00 Warum nicht mal Le Pen? (II)
    18:00 Tierpanzer und Lauterbach
    22:00 Der halbtote Mann
    24:00 Gauland spricht
    27:30 Internes: Guter Bulle, böser Bulle
    30:30 Wenn jemand stört …
    31:00 Warum nicht mal Le Pen? (III)
    34:00 Linke Themen (geht schnell)
    36:30 Warum nicht mal Le Pen? (IV)
    42:30 Sinnstiftung als Systemrettung und Krisen als Sinnstiftung
    47:30 Die verschobene Corona-Evaluierung
    52:00 Geschichte wird gemacht
    52:30 Wahlen an sich oder: Warum ich sie mir spare
    57:30 Rätsel: Zitat eines Lumpen-Pazifisten
    58:30 Auflösung des Rätsels